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Jahresbericht 2001 zu Umweltradioaktivität und Strahlendosen; Radon macht noch immer 40% der Strahlenexposition der Bevölkerung aus

Bern, 24.07.2002 - Die Schweizer Bevölkerung war 2001 keiner unzulässigen Bestrahlung ausgesetzt, auch nicht in Gebieten, wo noch eine erhöhte 137Caesium-Belastung durch den Reaktorunfall Tschernobyl vorhanden ist. Nach wie vor sind in etwa einem Prozent der bisher in der Schweiz untersuchten Häuser die Bewohner einer zu hohen Strahlendosis durch das natürliche Radon ausgesetzt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Gesundheit und den Kantonen konzentrierte sich deshalb auch im Berichtsjahr auf den Ausbau des nationalen Radon-Katasters und die Beratung bei der Gebäudesanierung.

Das Bundesamt für Gesundheit überwacht die Radioaktivität der Umwelt und veröffentlicht die Ergebnisse jährlich. Basis sind die Immissions- und Dosisgrenzwerte der Strahlenschutzverordnung (StSV) und für die Lebensmittel die Verordnung über Fremd- und Inhaltsstoffe (FIV). Sind diese Limiten eingehalten, kann nach heutigem Wissensstand eine Gefährdung der Gesundheit ausgeschlossen werden. Ausser den schon früher gemeldeten erhöhten Radonkonzentrationen in einigen Wohnräumen waren diese Limiten auch 2001 eingehalten. Dies geht aus dem soeben veröffentlichten Jahresbericht hervor.

Die durchschnittliche Jahresdosis der Bevölkerung von insgesamt 4 mSv (milli-Sievert) stammt weitgehend aus natürlichen Quellen mit den Hauptbeiträgen Radon: 1.6 mSv, externe Bestrahlung: 0.9 mSv sowie Radionuklide im Körper: 0.4 mSv. Aus der medizinischen Röntgendiagnostik kommt 1 mSv, aus allen übrigen künstlichen Quellen etwa 0.2 mSv. Kernkraftwerke tragen dazu weniger als ein Prozent bei. Regionale Unterschiede bei der Radioaktivität sind entweder geologisch bedingt oder hängen mit den unterschiedlichen Ablagerungen nach den Kernwaffenversuchen bzw. nach dem Reaktorunfall Tschernobyl zusammen. In Gras und Milch haben die 137Caesium-Werte seit 1986 deutlich abgenommen; Ausnahmen sind gewisse einheimische Wildpilze und Wildschweine aus dem Tessin, bei denen die Limiten der Fremd- und Inhaltstoffverordnung teilweise überschritten waren.

Adresse für Rückfragen:

Hansruedi Völkle, Prof. Dr. rer. nat.
Leiter der Sektion Überwachung der Radioaktivität
Tel. 026 300 91 61
e-mail: hansruedi.voelkle@bag.admin.ch

Herausgeber:

Bundesamt für Gesundheit
Internet: http://www.bag.admin.ch
Volltextsuche

Zusätzliche Verweise:


http://www.bsv.admin.ch/aktuell/medien/00120/index.html?lang=de