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Was tun bei Kurzarbeit?

Bei einer vorübergehenden Reduzierung oder einer vorübergehenden vollständigen, unvermeidbaren und wirtschaftlich bedingten Einstellung der Arbeit in einem Betrieb besteht ein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Der Arbeitsausfall muss vorübergehend, also nicht dauernd, sein und durch die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung werden voraussichtlich Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Wer hat Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung?

Kurzarbeitsentschädigung wird der Arbeitgeberfirma ausbezahlt, unabhängig davon, ob für die Personen im Einzelfall Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bestehen würde. Es wird somit auch für Personen Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt, die selbst keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hätten, beispielsweise Grenzgängerinnen, Grenzgänger und Saisonniers.

Keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben Personen, die in einem gekündigten Arbeitsverhältnis stehen, Personen, die in ihrer Eigenschaft als GesellschafterIn, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglied eines obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen der Arbeitgeberfirma bestimmen oder massgeblich beeinflussen können, sowie ihre mitarbeitenden EhepartnerIn.

Wie viel bezahlt die Arbeitslosenversicherung?

Die Kurzarbeitsentschädigung beträgt 80 Prozent des anrechenbaren Verdienstausfalles. Es wird innerhalb von 2 Jahren während höchstens 12 Monaten Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt. Der Bundesrat kann bei andauernder Arbeitslosigkeit die Höchstdauer verlängern. Die Kurzarbeitsentschädigung wird an das Unternehmen überwiesen, das die Entschädigung dann an die von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmenden ausbezahlt. Für diese Entschädigung sind Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Der Arbeitgeberbeitrag für AHV, IV, EO, FZ und ALV wird dem Arbeitgeber vergütet.

Wo kann Kurzarbeitsentschädigung geltend gemacht werden?

Erhebt eine Arbeitgeberfirma Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, muss das Gesuch in der Regel mindestens 10 Tage vor Beginn der Kurzarbeit schriftlich der kantonalen Amtsstelle, in der Regel dem kantonalen Arbeitsamt, gemeldet werden. Die Anmeldefrist beträgt ausnahmsweise 3 Tage, wenn besondere Umstände vorliegen. Erfolgt eine Meldung zu spät, so ist der Arbeitsausfall erst nach Ablauf der vorgeschriebenen Meldefrist anrechenbar. Die Auszahlung der Kurzarbeitsentschädigung erfolgt durch eine von der Arbeitgeberfirma frei wählbaren Arbeitslosenkasse.

Spezielle Hinweise zum Meldeverfahren

Für die Anmeldung von Kurzarbeit und die Geltendmachung der Kurzarbeitsentschädigung bestehen spezielle Formulare, die bei der kantonalen Amtsstelle, der Arbeitslosenkasse oder unter folgenden Link zu beziehen sind:


Letzte Änderung: 12.01.2016

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http://www.bsv.admin.ch/kmu/fall/00967/index.html?lang=de