Beginn Inhaltsbereich

Beginn Navigator

Ende Navigator



Der Betrieb kann infolge Schlechtwetter nicht arbeiten

Die Schlechtwetterentschädigung der Arbeitslosenversicherung bietet einen Lohnersatz für wetterbedingte Arbeitsausfälle von Arbeitnehmenden in bestimmten Erwerbszweigen. Ein Arbeitsausfall gilt als wetterbedingt, wenn infolge schlechter Witterung die Arbeit trotz genügender Schutzvorkehrungen technisch unmöglich oder wirtschaftlich unvertretbar ist oder den Arbeitnehmenden nicht zugemutet werden kann.

In welchen Branchen besteht Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung?

Nur in einigen von Gesetz und Verordnung umschriebenen Branchen, die extrem witterungsabhängig sind, besteht Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung.

Es sind dies Hoch- und Tiefbau, Zimmerei, Steinhauer- und Steinbruchgewerbe, Sand- und Kiesgewinnung, Geleise- und Freileitungsbau, Landschaftsgartenbau, Waldwirtschaft, Baumschulen und Torfabbau, Ausbeutung von Lehmgruben sowie Ziegelei, Berufsfischerei, Transportgewerbe, soweit Fahrzeuge ausschliesslich für den Transport von Aushub oder Baumaterial von und zu Baustellen oder für den Abtransport von Sand oder Kies von der Abbaustelle verwendet werden, Sägereien.

Ausserdem können die Arbeitnehmenden reiner Reb-, Pflanzen-, Obst- und Gemüsebaubetriebe entschädigt werden, wenn die normalerweise anfallenden Arbeiten wegen aussergewöhnlicher Trockenheit oder Nässe nicht verrichtet werden können.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Anspruchsberechtigt sind alle Arbeitnehmenden, die für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind, auch wenn sie selbst keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben.

Wo ist der Anspruch geltend zu machen?

Der Antrag auf Schlechtwetterentschädigung ist der kantonalen Amtsstelle einzureichen. Diese ist meist beim kantonalen Arbeitsamt angesiedelt. Für die Auszahlung ist eine von der Arbeitgeberfirma frei wählbaren Arbeitslosenkasse zuständig.

Wie muss die Anmeldung erfolgen?

Der Anspruch auf Schlechtwetterentschädigung muss spätestens am 5. Tag des folgenden Kalendermonats mit dem dafür vorgesehenen Formular angemeldet werden. Erfolgt die Meldung ohne entschuldbaren Grund zu spät, verschiebt sich der Anspruch um die Dauer der Verspätung.

Wie hoch ist die Schlechtwetterentschädigung?

Die Schlechtwetterentschädigung beträgt 80 Prozent des anrechenbaren Verdienstausfalles. Die Auszahlung geht an die Arbeitgeberfirma, die ihrerseits wiederum in der Höhe der Entschädigung den Arbeitnehmenden Lohn ausrichtet. Auf diesen Lohn müssen Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden. Der Arbeitgeberbeitrag für AHV, IV, EO, FZ und ALV wird dem Arbeitgeber vergütet.


Letzte Änderung: 12.01.2016

Ende Inhaltsbereich

Volltextsuche



http://www.bsv.admin.ch/kmu/fall/00969/index.html?lang=de