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Armutsbekämpfung des Bundes

Nationales Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut 2014-2018

Der Bundesrat hat das «Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut 2014 - 2018» am 15. Mai 2013 verabschiedet. Seit Anfang 2014 setzt das Eidg. Departement des Innern zusammen mit Kantonen, Gemeinden, Sozialpartnern und Nicht-Regierungsorganisationen das Programm um. Inhaltlich legt das Programm Schwerpunkte in vier Handlungsfeldern: Chancengleichheit von sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, soziale und berufliche Eingliederung, Lebensbedingungen sowie Wirkungsmessung von Massnahmen der Prävention und Bekämpfung.

Mit dem Nationalen Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut (NAP) will der Bund die Wirkung der Massnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Armut verstärken und dazu beitragen, dass sie besser koordiniert sind. Dabei arbeitet er mit den Kantonen, Städten und Gemeinden als Hauptzuständige für die Bekämpfung von Armut sowie mit Sozialpartnern und Nicht-Regierungsorganisationen zusammen und versucht diese Akteure besser miteinander zu vernetzen. Der Bund setzt das Schwergewicht seiner Anstrengungen darauf, die Bildungschancen von armutsgefährdeten und armutsbetroffenen Menschen zu erhöhen. Weitere Hauptpfeiler sind die soziale und berufliche Eingliederung von Menschen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt, der Wohnungsmarkt für Armutsbetroffene, die Unterstützung von Familien sowie die Bereitstellung von Informationen zu Unterstützungsleistungen. Darüber hinaus wird ein Konzept für ein Monitoring von Massnahmen der Armutsbekämpfung und -prävention erarbeitet. Für die Umsetzung des Nationalen Programms ist das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) zuständig. Für das Nationale Programm stehen insgesamt 9 Millionen Franken zur Verfügung.

Bildung beugt Armut vor und ermöglicht den Weg aus der Armut

Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben. Sollen die Bildungschancen von sozial benachteiligten und somit besonders armutsgefährdeten Menschen erhöht werden, ist bereits eine Stärkung der Ressourcen ab der frühen Kindheit wichtig. Dies da im Vorschulalter bereits die Grundsteine für den späteren Bildungserfolg gelegt werden. Dabei ebenso wichtig sind Übergänge und weitergehende Förderketten insbesondere für einen gut gelungenen Einstieg und ein erfolgreiches Absolvieren der obligatorischen Schulzeit, einen Übergang in weiterführende Ausbildungen aber auch Möglichkeiten für Nachholbildung im Erwachsenenalter. Die bereits zahlreichen bestehenden Anstrengungen sollen durch die Aktivitäten des NAP stärker koordiniert und das Wissen über vielversprechende Massnahmen soll verbreitet werden.

Begleitmassnahmen zur sozialen und beruflichen Eingliederung

Erwerbstätig zu sein und somit am Arbeitsmarkt teilhaben zu können, schützt nachhaltig vor Armut. Daher sollen die präventiven Massnahmen im Bildungsbereich mit Massnahmen in der beruflichen und sozialen Integration ergänzt werden. Personen sind zu unterstützen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation nur schwer einen Platz im regulären Arbeitsmarkt finden. Hierbei können Sozialfirmen einen wichtigen Beitrag leisten, weil sie die individuelle Situation der Betroffenen speziell berücksichtigen. Im Nationalen Armutsprogramm wird u.a. geprüft, welche Faktoren den Sozialfirmen zum erhofften Erfolg verhelfen.

Weitere Schwerpunktthemen: Wohnen, Unterstützung für Familien, Information

Der Mangel an erschwinglichen Wohnungen und die hohen Wohnkosten stellen für Armutsbetroffene ein grosses Problem dar. Das Nationale Armutsprogramm soll dazu beitragen,  die für Wohnraumpolitik zuständigen Organen  mit gezieltem Wissen für die Umsetzung von Gegenmassnahmen zu unterstützen.

Im Bereich der Familienarmut zeichnet sich ein ähnliches Bild. Es bestehen verschiedene Angebote und Leistungen wie beispielsweise kantonale Bedarfsleistungen und Wohnbeihilfen. Wie gut solche Angebote den besonderen Herausforderungen der Familienarmut entsprechen, ist weitgehend unbekannt. Dementsprechend werden im Nationalen Programm Grundlagen dazu erarbeitet.

Ferner wird das Nationale Armutsprogramm dazu beitragen, dass Armutsbetroffene einen einfachen Zugang zu den für sie wichtigen Informationen über Unterstützungsleistungen erhalten.


Im Nationalen Armutsprogramm stehen drei Programmlinien im Vordergrund: Erstens werden Grundlagen und Good Practices zu bestehenden Ansätzen und Konzepten erarbeitet, zweitens werden exemplarische neue Ansätze erprobt und drittens werden Akteure stärker vernetzt und informiert.

Typ: PDF
Umsetzungsplan (Stand Herbst 2013)
Gültig ab 17.12.2013 | Grösse: 270 kb | Typ: PDF

Entstehung des Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut

Das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut hat seinen Ursprung im Bericht «Gesamtschweizerische Strategie zur Armutsbekämpfung», den der Bundesrat im Auftrag des Parlaments im März 2010 verabschiedet hat. Die Strategie wurde im Rahmen der vom Bund durchgeführten Nationalen Armutskonferenz im November 2010 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei wurden die Weiterentwicklung und Umsetzung der gesetzten Schwerpunkte diskutiert und eine gemeinsame Erklärung von Kantonen, Städten und Gemeinden verabschiedet.

Im November 2012 empfing Bundesrat Alain Berset Vertreter von Kantonen, Gemeinden, Sozialpartnern, Nicht-Regierungsorganisationen und Armutsbetroffenen zu einem runden Tisch. Zwei Jahre nach der Nationalen Armutskonferenz wurde Bilanz gezogen mit dem Ergebnis, dass die Bestrebungen in der Prävention und Bekämpfung der Armut verstärkt und die bisher in vielfältigen Politikfeldern getroffenen Massnahmen noch ausgebaut werden sollten. Der Bunbd sollte hierbei vor allem eine Koordinationsfunktion wahrnehmen.

Dokumentation

Typ: PDF
Bericht «Gesamtschweizerische Strategie zur Armutsbekämpfung»
Letzte Änderung: 15.07.2010 | Grösse: 800 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Gemeinsame Erklärung von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden
Gültig ab 17.11.2010 | Grösse: 48 kb | Typ: PDF

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Letzte Änderung: 17.12.2013

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Volltextsuche

Medieninformationen

Publikationen

Typ: PDF

17.12.2013 | 270 kb | PDF
Die Publikationen können bestellt werden bei:
Bundesamt für Sozialversicherungen, Bibliothek, 3003 Bern
E-Mail: bibliothek[at]bsv.admin.ch

Kontakte

Programmleitung

Gabriela Felder gabriela.felder@bsv.admin.ch

Projektleitungen und Handlungsfelder

Cindy Eggs
Monitoring, Informationen und Vernetzung der Akteure
cindy.eggs@bsv.admin.ch

Miriam Götz
Soziale und berufliche Eingliederung sowie Wohnen
miriam.goetz@bsv.admin.ch

Talitha Schärli Petersson
Bildungschancen von Jugendlichen und Erwachsenen
talitha.petersson@bsv.admin.ch

Isabelle Villard Risse
Förderung von Kindern im Vorschul- und Schulalter und Familienarmut
isabelle.villard@bsv.admin.ch


http://www.bsv.admin.ch/themen/gesellschaft/00074/01973/index.html?lang=de