Familienergänzende Kinderbetreuung

Das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung ist seit dem 1. Februar 2003 in Kraft. Es handelt sich um ein befristetes Impulsprogramm, das die Schaffung zusätzlicher Plätze für die Tagesbetreuung von Kindern fördern soll, damit die Eltern Erwerbsarbeit bzw. Ausbildung und Familie besser vereinbaren können.

Die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit stellt für viele Eltern auch heute noch eine grosse Herausforderung dar. Im Zuge des am 20. Mai 2015 verabschiedeten Berichts «Familienpolitik – Auslegeordnung und Handlungsoptionen des Bundes» hat deshalb der Bundesrat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) damit beauftragt, ihm einen Vernehmlassungsentwurf für eine auf fünf Jahre befristete Gesetzesgrundlage mit zwei neuen Instrumenten zu unterbreiten. Für diese zwei neuen Finanzhilfen stellt der Bund 100 Millionen Franken bereit. Der Bundesrat setzt das revidierte Gesetz sowie die entsprechenden Verordnungsänderungen auf den 1. Juli 2018 in Kraft.

Aktuell

Bilanz nach 16 Jahren

Die Finanzhilfen des Bundes für die Schaffung von familienergänzenden Betreuungsplätzen für Kinder entsprechen nach wie vor einem grossen Bedürfnis: Im Berichtsjahr (Februar 2018 bis Januar 2019) sind erneut 230 Gesuche eingereicht worden. Insgesamt konnten in den 16 Jahren seit Inkrafttreten des Bundesgesetzes 3‘311 Gesuche bewilligt werden. Der Bund hat damit die Schaffung von rund 60’100 neuen Betreuungsplätzen mit insgesamt 373,4 Mio. Franken unterstützt. 204 Gesuche, mit denen weitere 4‘900 Plätze gefördert werden sollen, sind noch in Bearbeitung.


3. Verlängerung des Impulsprogramms (2019-2023)

Das Parlament hat im September das Impulsprogramm des Bundes zur Schaffung von neuen familienergänzenden Betreuungsplätzen um vier Jahre verlängert. Nun hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 7. Dezember 2018 mit einer Verordnungsänderung insbesondere geregelt, wann Gesuche für Finanzhilfen gestellt werden können. Die Verlängerung des Impulsprogramms erstreckt sich vom 1. Februar 2019 bis zum 31. Januar 2023.

 


Neue Finanzhilfen ab 1. Juli 2018 in Kraft

Der Bund unterstützt jene Kantone und Gemeinden, welche die Kosten der Eltern für die  familienergänzende Kinderbetreuung senken. Zudem fördert er Projekte, mit denen Betreuungsangebote besser auf die Bedürfnisse berufstätiger Eltern ausgerichtet werden. Für diese zwei neuen Finanzhilfen stellt der Bund 100 Millionen Franken bereit. An seiner Sitzung vom 25. April 2018 hat der Bundesrat entschieden, das revidierte Gesetz sowie die  entsprechenden Verordnungsänderungen auf den 1. Juli 2018 in Kraft zu setzen.


Liste der bewilligten Gesuche für die Schaffung von Betreuungsplätzen (Stand 31.01.2019)

Karten zur Verteilung der bewilligten Plätze/Gesuche auf die Kantone und Gemeinden (Stand 31.01.2019)

Letzte Änderung 20.02.2019

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