Gewalt an Kindern und Jugendlichen - wo finde ich Rat?

Bei psychischer oder körperlicher Gewalt oder sexuellem Missbrauch fällt es dem Opfer schwer, über das Vorgefallene zu sprechen, und es braucht dazu viel Mut. Es ist deshalb wichtig, dass es Vertrauenspersonen findet, die ihm zuhören und wenn nötig eingreifen. Diese Aufgabe nehmen verschiedene Beratungs- und Fachstellen wahr, die sowohl den Opfern als auch Personen zur Verfügung stehen, die solche Vorfälle vermuten oder davon Kenntnis haben.

Die wichtigsten offiziellen kantonalen Anlaufstellen im Bereich Kindesmisshandlung sind die Jugendämter bzw. Ämter für Kinder- und Jugendschutz, die Opferhilfe-Beratungsstellen, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, Sozialdienste, die schulärztlichen und schulpsychiatrischen Dienste, auf Kinderschutz spezialisierte Gruppen und Kommissionen sowie im akuten Notfall die Kinderspitäler und die Polizei. In einem ersten Schritt können auch die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe, die Schulsozialarbeiterin oder der Schulsozialarbeiter, die Hausärztin oder der Hausarzt, eine Lehrkraft oder eine andere Vertrauensperson kontaktiert werden.

Pro Juventute 147 führt ein umfassendes Adressverzeichnis der kantonalen Hilfs- und Beratungsstellen. Die Einteilung nach Kanton und Thema erlaubt ein rasches Auffinden der geeigneten Stelle. Das Adressverzeichnis wird laufend aktualisiert.

Auch private, gemeinnützige Organisationen bieten Unterstützung an:

Die nationale Telefonhilfe 147 für Kinder und Jugendliche bietet Kindern die Gelegenheit, anonym und vertraulich über Erlebtes zu sprechen. Speziell ausgebildete Fachpersonen stehen den Kindern rund um die Uhr mit Ratschlägen zur Seite.

Bei Fragen oder für Ratschläge hilft auch die Internetseite von tschau.ch und liefert Informationen zu Sexualität, Gesundheit, Beziehungen, Gewalt, Ausbildung, Arbeit etc.

Auch die Stiftung Kinderschutz Schweiz ist eine kompetente Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund um den Kindesschutz und zum Wohl des Kindes.

Bei Fragen zu Verfahren der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) oder des Gerichts hilft die nationale Anlaufstelle Kindes- und Erwachsenenschutz (KESCHA) weiter. Das Informations- und Beratungsangebot richtet sich an Personen, die von einer Massnahme des Kindes- oder des Erwachsenenschutzes betroffen sind.

Letzte Änderung 11.10.2019

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