Medienmitteilungen
Bundesrat verabschiedet Botschaft zum Sozialversicherungsabkommen mit der Republik Moldau
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 9. September 2026 die Botschaft zur Genehmigung des Abkommens zwischen der Schweiz und der Republik Moldau über soziale Sicherheit ans Parlament überwiesen. Das Abkommen koordiniert die Sozialversicherungssysteme der beiden Vertragsstaaten in der Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge und regelt insbesondere die Auszahlung von Renten in den anderen Vertragsstaat.
Zinslose Anlage von Freizügigkeitsgeldern soll weiterhin möglich sein
In einem Tiefzinsumfeld soll die Auffangeinrichtung BVG Freizügigkeitsgelder weiterhin zinslos bei der Bundestresorerie anlegen können. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 2. September 2026 die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) zur Kenntnis genommen und die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet.
BVG-Kommission empfiehlt dem Bundesrat den Mindestzinssatz deutlich auf 1,75 % anzuheben
Die Eidgenössische Kommission für berufliche Vorsorge (BVG-Kommission) empfiehlt dem Bundesrat, den Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge für 2027 um 0,50 Prozentpunkte auf 1,75 % zu erhöhen. Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu wieviel Prozent das Vorsorgeguthaben der Versicherten im BVG-Obligatorium mindestens verzinst werden muss.
Angleichung der Erwerbsersatzleistungen für Eltern: Bundesrat setzt Änderungen per 1. Juli 2027 in Kraft
Das Parlament hat eine Revision des Erwerbsersatzgesetzes gutgeheissen, mit der die Leistungen der Erwerbsersatzordnung (EO) für die verschiedenen Anspruchsgruppen vereinheitlicht werden. Die Änderungen sowie die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen treten am 1. Juli 2027 in Kraft. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 26. August 2026 beschlossen. Damit haben Eltern, die einen über die EO entschädigten Urlaub beziehen, neu Anspruch auf verschiedene Leistungen, die bisher Dienstleistenden der Armee, des Zivilschutzes oder des Zivildienstes vorbehalten waren.
Vergütung von Leistungen für Hilfe und Betreuung für zeitweise zu Hause lebende Personen
Ältere Personen oder Menschen mit Behinderungen, die zeitweise im Heim oder Spital und zu Hause leben, haben ebenfalls Anspruch auf Ergänzungsleistungen für Hilfe und Betreuung zu Hause. Die Leistungen werden als anteilsmässige Pauschale ausbezahlt, die sich nach der tatsächlich zu Hause verbrachten Zeit richtet. An seiner Sitzung vom 26. August 2026 hat der Bundesrat die Verordnung zu den Einzelheiten der Leistungsberechnung verabschiedet und deren Inkrafttreten auf den 1. Januar 2028 festgelegt.
Geschichte der sozialen Sicherheit: Überarbeiteter Webauftritt
Die Website www.geschichtedersozialensicherheit.ch präsentiert sich in einem neuen Erscheinungsbild. Der umfassend überarbeitete Auftritt macht die Geschichte des Schweizer Sozialstaats noch zugänglicher und lädt dazu ein, die Plattform neu zu entdecken – sowohl für die interessierte Öffentlichkeit als auch für Forschung und Lehre. Getragen wird das Projekt seit über zehn Jahren von einer etablierten Partnerschaft zwischen führenden Schweizer Hochschulen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen.
Ann Barbara Bauer wird neue Leiterin des Geschäftsfelds «Mathematik, Analysen und Statistik» des BSV
Ann Barbara Bauer wird neue Vizedirektorin des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) und Leiterin des Geschäftsfelds «Mathematik, Analysen und Statistik». Sie tritt ihre neue Funktion am 1. September 2026 an.
Stephan Cueni wird Stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen
Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI), Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, hat Stephan Cueni per 1. September 2026 zum Stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) ernannt. Der Bundesrat wurde an seiner Sitzung vom 12. August 2026 über die Ernennung informiert.
Berufliche Eingliederung: Über 19’000 IV-Versicherte schafften 2025 den Schritt in den Arbeitsmarkt
Rund 61’000 Personen haben 2025 an beruflichen Eingliederungsmassnahmen der IV teilgenommen, 3’300 mehr als im Vorjahr und gut dreimal mehr als noch 2008. Von den über 41’000 Personen, die eine berufliche Eingliederung abgeschlossen haben, hatten rund 19’200 eine Anstellung und weitere 7’000 Personen waren wieder erwerbsfähig für den ersten Arbeitsmarkt, aber noch ohne Anstellung. Dies zeigen die neuesten Zahlen, die das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) heute publiziert hat.
Neue Finanzperspektiven der Sozialwerke: weitere Verschlechterung bei der IV
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die Finanzperspektiven von AHV, IV, EO und EL aktualisiert. Die finanziellen Aussichten der IV haben sich weiter verschlechtert. Ohne Gegenmassnahmen steigt das jährliche Defizit bis 2030 auf schätzungsweise rund 800 Millionen Franken. Hauptgrund ist der starke Anstieg der Neurenten. Das Eidg. Departement des Innern (EDI) zieht deshalb die Vernehmlassung zur IV-Reform zeitlich vor. Bei der AHV kippt das Umlageergebnis 2026 ins Negative. Grund ist die 13. AHV-Rente, die in diesem Jahr erstmals ausbezahlt wird, aber derzeit nicht finanziert ist.
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