Stabilisierung der AHV (AHV 21)

Damit die Finanzierung der Renten auch für die Zukunft gewährleistet werden kann, hat der Bundesrat eine Vorlage zur Stabilisierung der AHV (AHV 21) beschlossen und am 28. Juni in die Vernehmlassung gegeben. AHV 21 hat zum Ziel, das Leistungsniveau der Altersvorsorge zu erhalten und das finanzielle Gleichgewicht der AHV zu sichern.

Die Finanzierung der AHV verschlechtert sich seit 2014 zusehends. Die Einnahmen reichen nicht mehr aus, um die laufenden Renten zu finanzieren. 2017 betrug das Umlagedefizit – die Differenz zwischen den Einnahmen aus den Beiträgen der Versicherten und der öffentlichen Hand und den Ausgaben – 1,039 Milliarden Franken.

Diese Situation wird sich mit der Pensionierung der geburtenstarken Jahrgänge ab dem Jahr 2020 weiter verschärfen. Das kumulierte Umlagedefizit wird zwischen 2021 und 2030 ungefähr 43 Milliarden Franken erreichen. Um den Ausgleichsfonds bis 2030 auf dem Stand einer Jahresausgabe zu halten, wie es das Gesetz vorsieht, fehlen der AHV rund 53 Milliarden Franken.

Mit AHV 21 schlägt der Bundesrat einerseits Massnahmen auf der Ausgabenseite vor, beispielsweise die Harmonisierung des Rentenalters bei 65 Jahren für Frauen und Männer, andererseits aber auch Mehreinnahmen. Konkret geplant ist eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um maximal 1,5 Prozentpunkte ab dem Jahr 2021.

Aktuell

Die Vorlage im Detail

(gemäss Vernehmlassungsbericht des Bundesrats vom 27.6.2018)

Zusammenhang mit der Steuerreform 17 (STAF)

Das Parlament hat am 28. September das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) verabschiedet. Die Vorlage enthält Massnahmen, die sich auf die Rechnung der AHV positiv auswirken. Das beeinflusst den künftigen Finanzbedarf der AHV und wird sich darum auch auf die geplante Reform zur Stabilisierung der AHV (AHV 21) auswirken.

Letzte Änderung 23.10.2018

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