Institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung
Die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung umfasst unterschiedliche familien- und schulergänzende Betreuungsangebote. Diese stellen sicher, dass Kinder von Eltern, die erwerbstätig oder in Ausbildung sind, gut betreut werden. Die institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung liegt in erster Linie in der Verantwortung der Kantone und Gemeinden. Dem Bund kommt eine subsidiäre Rolle zu.
Auf Grundlage des Bundesgesetzes über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung, wird die Vereinbarkeit mit einem befristeten Impulsprogramm vom Bund gefördert. Das Programm umfasst Finanzhilfen für die Schaffung von Betreuungsplätzen, Finanzhilfen für Subventionserhöhungen von Kantonen und Gemeinden sowie Finanzhilfen für Projekte zur besseren Abstimmung des familienergänzenden Betreuungsangebots auf die Bedürfnisse der Eltern.
Weitere Informationen zu den Finanzhilfen für die familienergänzende Kinderbetreuung
Im Februar 2021 reichte die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates eine parlamentarische Initiative («Überführung der Anstossfinanzierung in eine zeitgemässe Lösung») ein, um die befristete Anstossfinanzierung in eine dauerhafte Lösung zu überführen. Damit sollen die Kosten der Eltern für die familienergänzende Kinderbetreuung verringert werden. Die Vorlage befindet sich zurzeit in der Differenzenbereinigung.
Die parlamentarische Initiative «Überführung der Anstossfinanzierung in eine zeitgemässe Lösung» wird als indirekter Gegenvorschlag zur eidgenössischen Volksinitiative «Für eine gute und bezahlbare familienergänzende Kinderbetreuung für alle (Kita-Initiative)» vorgeschlagen. Die Kita-Initiative fordert, dass jedes Kind ab dem Alter von drei Monaten bis Ende der Primarschule einen Anspruch auf eine institutionelle familienergänzende Kinderbetreuung hat, sofern die Eltern dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen. Sie sieht ausserdem vor, die Kosten für die Eltern auf maximal 10 Prozent ihres Einkommens zu begrenzen und die Arbeitsbedingungen des Kita-Personals zu verbessern.