Familienorganisationen

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) ist für den Kredit «Familienorganisationen» zuständig. Die Höhe dieses jährlich durch das Parlament bewilligten Kredits beläuft sich gegenwärtig auf knapp 2 Millionen Franken. Über diesen Kredit kann der Bund Organisationen, die Aufgaben zugunsten von Familien wahrnehmen, mittels Finanzhilfen unterstützen. Die Finanzhilfen können ausschliesslich an Familienorganisationen ausgerichtet werden, die in der ganzen Schweiz oder im ganzen Gebiet einer Sprachregion tätig sind. Für die Beurteilung von Gesuchen um Finanzhilfen im Rahmen des Kredits «Familienorganisationen» hat das BSV Richtlinien erlassen.

Gegenwärtig begünstigte Familienorganisationen

Im Jahr 2020 werden fünf Familienorganisationen mit Finanzhilfen unterstützt.

Schaffung einer neuen gesetzlichen Grundlage

Familienorganisationen erhalten seit 1949 Finanzhilfen des Bundes. Die Finanzhilfen werden seit 70 Jahren direkt gestützt auf Artikel 116 Absatz 1 der Bundesverfassung (BV) gewährt. Anlässlich der Revision des Familienzulagengesetzes wurde eine gesetzliche Grundlage für die Gewährung von Finanzhilfen an Familienorganisationen geschaffen. Die Eidgenössischen Räte haben das revidierte Gesetz am 27. September 2019 verabschiedet.

Vertragsperiode 2022-2025

Die Finanzhilfen für die nächste Vertragsperiode werden gestützt auf die neue gesetzliche Grundlage gewährt. Der Bundesrat wird diese gesetzliche Grundlage und die entsprechenden Verordnungsbestimmungen voraussichtlich per 1. August 2020 in Kraft setzen, so dass Familienorganisationen ab diesem Zeitpunkt Gesuche für die nächste Vertragsperiode einreichen können. Die nächste Vertragsperiode dauert vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2025.

Bis zum Beginn der nächsten Vertragsperiode werden die Verträge mit jenen Familienorganisationen, die in der Vertragsperiode 2016-2019 Finanzhilfen erhalten haben, verlängert.

Über das Gesuchverfahren für die Vertragsperiode 2022-2025 informiert das BSV an dieser Stelle im zweiten Quartal 2020.
 

Letzte Änderung 16.01.2020

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