Familienrecht

Das Familienrecht umfasst die Gesamtheit der Normen, welche die personen- und vermögensrechtlichen Beziehungen der durch Ehe oder Verwandtschaft verbundenen Personen regeln, sowie das Erwachsenenschutzrecht.

Dem Familienrecht ist der zweite Teil des Zivilgesetzbuches (ZGB) gewidmet. Er umfasst die drei Abteilungen Eherecht, Verwandtschaft und Erwachsenenschutz. Die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare ist in einem eigenständigen Bundesgesetz (Partnerschaftsgesetz) geregelt. Das Familienrecht regelt nicht nur die Rechtsbeziehungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern und den Status einer Person, sondern bildet auch die Grundlage für andere Rechtsgebiete wie beispielsweise für Bestimmungen im Sozialversicherungsrecht.

Anpassung des Familien- und Erbrechts an die realen Lebensformen

Die Familienformen sind einem stetigen Wandel unterworfen. Das Familienrecht wird fortlaufend revidiert, um es den realen Lebensformen anzupassen. Aktuell stehen bei der Modernisierung des Zivilrechts die Gewährleistung der Freiheit der Lebensgestaltung, das Kindeswohl und die Gleichbehandlung aller Kinder unabhängig vom Zivilstand der Eltern im Fokus.

Der Bundesrat hat am 25. März 2015 in Erfüllung des Postulates Fehr (12.3607) "Zeitgemässes kohärentes Zivil- und insbesondere Familienrecht" den Bericht "Modernisierung des Familienrechts" verabschiedet. Dieser Bericht enthält eine Auslegeordnung über die Ziele und den aktuellen Stand der Modernisierung des Familienrechts.

Die folgenden Bereiche des Familienrechts und Zivilrechts sind kürzlich revidiert worden oder gegenwärtig in Revision:

Letzte Änderung 13.04.2018

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