Zeitvorsorge

Ein Zeitvorsorge-Modell besteht darin, dass rüstige Rentnerinnen und Rentner als so genannte „Zeitvorsorgende“ hilfsbedürftige alte Menschen in der praktischen Alltagsbewältigung unterstützen und dafür Zeiteinheiten auf einem individuellen Konto gutgeschrieben erhalten. Diese können sie später, bei eigenem Bedarf, gegen entsprechende Leistungen neuer Zeitvorsorgender eintauschen.

Bundesrat Pascal Couchepin lancierte im Sommer 2007 die Diskussion zu einer nicht-zeitgleichen Zeittauschbörse auf nationaler Ebene für Rentnerinnen und Rentner, im Sinne eines Zeitgutschriftensystem für die Begleitung, Betreuung und/oder Pflege älterer Menschen. Um zu prüfen, ob und wie sich diese Idee in der Schweiz umsetzen lässt, beauftragte das BSV das Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS), eine entsprechende Grundlagenstudie zu erstellen.

Zeitvorsorgesystem in der Stadt St. Gallen

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) und die Stadt St.Gallen haben, basierend auf einer Grundlagenstudie des Büros BASS (s. weiter unten: Dokumente), ein Konzept (Machbarkeitsstudie) für ein Zeitvorsorgesystem in der Stadt St.Gallen erarbeiten lassen. Das Stadtparlament der Stadt St.Gallen hat im Juni 2012 der Umsetzung des Konzepts im Rahmen eines Projekts zugestimmt. Betrieben und koordiniert wird die Zeitvorsorge im städtischen Auftrag von der Stiftung Zeitvorsorge. Sie hat eine Geschäftsleitung eingesetzt und arbeitet mit einer Reihe von ortsansässigen Organisationen, welche sich in der Altershilfe engagieren. Nach einer längeren Vorbereitungsphase und einer Testphase anfangs 2014 ist das Pilotprojekt im Juni 2014 gestartet worden. Die Evaluation des Pilotprojekts ist für 2016 vorgesehen.

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Letzte Änderung 13.04.2018

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