Familienergänzende Kinderbetreuung

Damit die Eltern Erwerbsarbeit bzw. Ausbildung und Familie besser vereinbaren können wurde ein befristetes Impulsprogramm geschaffen, das die Schaffung zusätzlicher Plätze für die Tagesbetreuung von Kindern fördern soll.

Zusätzliche Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung

Die Kosten der Eltern für die Betreuung ihrer Kinder durch Dritte sind hoch, und das Angebot der familienergänzenden Kinderbetreuung ist nicht immer auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Mit einer am 16. Juni 2017 verabschiedeten Änderung des Bundesgesetzes über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung schafft der Bund auf fünf Jahre befristete finanzielle Anreize, um die aktuelle Situation zu verbessern. Damit verfolgen die neuen Finanzhilfen andere Zielsetzungen als die bereits heute bestehenden Finanzhilfen, die bis 31. Januar 2019 für die Schaffung neuer Betreuungsplätze ausgerichtet werden können. Es handelt sich also nicht um eine Verlängerung der Anstossfinanzierung.

Zurzeit werden die Verordnungsbestimmungen erarbeitet, welche die neuen Gesetzesbestimmungen konkretisieren. Gemäss aktueller Planung sollen die Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen Mitte 2018 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt werden Gesuche für die neuen Finanzhilfen eingereicht werden können.

Vollkosten und Finanzierung von Krippenplätzen im Ländervergleich

Die kaufkraftbereinigten Vollkosten eines Krippenplatzes in der Schweiz sind ähnlich hoch wie in anderen europäischen Ländern. In den Nachbarländern beteiligt sich die öffentliche Hand allerdings deutlich stärker an den Krippenkosten. Entsprechend fällt der Anteil der Kosten, den die Eltern selbst tragen müssen, in der Schweiz viel höher aus. Ausserdem gibt es in der Schweiz erheblich weniger subventionierte Krippenplätze. Dies geht aus einem Forschungsbericht hervor, auf den sich der Bundesrat in seinem Bericht "Vollkosten und Finanzierung von Krippenplätzen im Ländervergleich" vom 1. Juli 2015 stützt.

Vorschriften für die Eröffnung einer familienergänzenden Betreuungseinrichtung

Bei der Eröffnung einer Einrichtung für die familienergänzende Kinderbetreuung sind verschiedene Vorschriften einzuhalten, insbesondere in Bezug auf baupolizeiliche Anforderungen, Brandschutz, Unfallverhütung, Hygiene und Lebensmittelsicherheit. In seinem Bericht "Vorschriften für die Eröffnung von Einrichtungen der familienergänzenden Kinderbetreuung" in Erfüllung des Postulats Quadranti (13.3980) "Abbau von bürokratischen Hürden und Vorschriften bei der Kinderbetreuung im ausserfamiliären Bereich" kommt der Bundesrat zum Schluss, dass diese Vorschriften angemessen sind und keine unnötigen Hürden darstellen. Er hält eine Anpassung des geltenden Rechts auf Bundesebene nicht für angezeigt, empfiehlt den Kantonen und Gemeinden jedoch, ihren Ermessensspielraum auszuschöpfen.

Letzte Änderung 31.10.2017

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