Alterspolitik des Bundes

Hauptsächliche Rahmenbedingungen der Alterspolitik in der Schweiz sind der Föderalismus und die Subsidiarität. Diese Prinzipien bedeuten, dass in erster Linie Kantone, Städte und Gemeinden für die konkrete Alterspolitik (Hilfen und Pflege) zuständig sind. Der Bund seinerseits ist nur ergänzend und fördernd tätig, soweit ihm die Bundesverfassung die Kompetenzen dazu einräumt. Er regelt hauptsächlich die finanziellen Aspekte der Alters- und Gesundheitsvorsorge.

Neben Bund und Kantonen beeinflussen und gestalten auch viele Nichtregierungsorganisationen (NGO) die Alterspolitik. Bund und Kantone unterstützen auch viele dieser Aktivitäten. Weiter sind Selbsthilfe und auch die eigene Vorsorge sowie die Hilfe innerhalb der familiären Strukturen und der Nachbarschaft wichtig.

Der Bund regelt hauptsächlich die finanzielle sowie gesundheitliche Altersvorsorge.

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) befasst sich mit der Alters- und Hinterlassenenversicherung, der beruflichen Vorsorge und den Ergänzungsleistungen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist zuständig für die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und Langzeitpflege. Zudem erarbeitet das BAG nationale Strategien wie die Demenzstrategie oder Palliative Care.  

Weitere Bundesämter ...

Alter, Generationen und Gesellschaft (AGG)

Innerhalb des BSV bearbeitet das Geschäftsfeld Familie, Generationen und Gesellschaft (FGG) sozial- und gesellschaftspolitische Fragestellungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und demographischer Entwicklungen. Es ist auf Ebene Bund für die Kinder- und Jugendpolitik, Alterspolitik, Familienpolitik und allgemein sozialpolitische Fragen zuständig. Dem FGG angegliedert ist der Bereich Alter, Generationen und Gesellschaft (AGG).

Der Bereich AGG

  • befasst sich mit Fragen rund um das Alter,
  • Entwicklung und Analysen der Generationenbeziehungen in Familie und Gesellschaft,
  • allgemeinen sozialpolitischen Fragen sowie Bereitstellung der dafür notwendigen Grundlagen,
  • dokumentiert und verfolgt den gesellschaftlichen Wandel in der Schweiz und der EU im Hinblick auf dessen Relevanz für die Schweiz, und
  • ist zuständig für die Leistung von Beiträgen an gesamtschweizerisch tätige gemeinnützige private Institutionen zur Förderung der Altershilfe nach Artikel 101bis des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherunggemäss dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG). Die Beiträge werden aufgrund von Leistungsverträgen ausgerichtet.

Alterspolitik im internationalen Kontext

Auf internationaler Ebene gibt es eine Reihe von Organisationen, die sich mit Altersfragen befassen. Die Homepages des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Gerontologie enthalten Links zu verschiedenen ausländischen und internationalen Organisationen.

Die UNO hat bis heute drei  Weltkonferenzen zum Thema Alter organisiert. Die erste fand 1982 in Wien statt, die zweite 2002 in Madrid und die dritte im November 2007 in León. An allen Konferenzen nahm die Schweiz teil. Die Ministerkonferenz der United Nations Economic Commission for Europe UNECE (UNO-Wirtschaftskommission für Europa) zu Fragen des Alterns (León, 6. bis 8. November 2007) befasste sich mit der Umsetzung der regionalen Implementierungsstrategie des Internationalen Aktionsplans von Madrid über das Altern (2002). Die Schweizer Delegation wurde geleitet von Manuela Weichelt-Picard, Regierungsrätin Kanton Zug.

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Letzte Änderung 25.01.2018

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